
Die Verlegung der Landesstraße 141 wurde im Februar 2009 ausgeschrieben, der erste Spatenstich war im Mai. In viermonatiger Rekordbauzeit ist die neue Straße fertiggestellt worden (TV von gestern). Damit ist der Industriepark Region Trier (IRT) verkehrstechnisch besser erschlossen worden. Durch den neuen Kreisverkehr erhofft man sich weniger Unfälle.
Bei der Freigabefeier lobten Landrat Günther Schartz und Verkehrsstaatssekretär Alexander Schweitzer den IRT einhellig als "Erfolgsgeschichte". Mit der Verlegung der L 141 ist der IRT nun deutlich besser erschlossen worden. Damit sind die Weichen für die weitere Vermarktung der Freiflächen gelegt worden. Während 75 Prozent der Flächen für kleine und mittlere Betriebe im IRT bereits belegt sind, ist jetzt der Weg frei für weitere Großansiedlungen. Dafür habe es bereits Gespräche mit interessierten Unternehmen gegeben, sagte Reinhard Müller, stellvertretender Geschäftsführer des IRT. Er rechnet mit der Vermarktung von fünf Hektar in den nächsten beiden Jahren. Die Verlegung der Landesstraße war durch das erhöhte Verkehrsaufkommen notwendig geworden. Zudem erhofft man sich mit einem neuen Kreisverkehr in Höhe der Abfahrt in Richtung Bekond eine deutliche Entschärfung des Verkehrsknotenpunktes. Auch Touristen sowie einheimische Radfahrer sollen von der Maßnahme profitieren, da ein neuer Wirtschaftsradweg zwischen Schweich, Bekond und dem IRT angelegt wird. Am Kreisverkehr wurde ein Mitfahrerparkplatz mit 80 Stellplätzen eingerichtet. Bei Bedarf kann er in einem weiteren Bauabschnitt auf 350 Parkplätze ausgebaut werden. Die Baumaßnahme hat knapp 2,9 Millionen Euro gekostet, davon zahlt der IRT, der den Bau vorfinanziert hat, 800 000 Euro aus eigener Tasche. Die vorausschauende Planung sei nicht zuletzt dem Kenner Landtagsabgeordneten Manfred Nink zu verdanken, meinten Schartz und Schweitzer. Warum die Verlegung der L 141 in Rekordzeit klappte, erklärte Uwe Maximini, Boxleitner Beratende Ingenieure Trier: wenig Regen, freie Fläche, gute Zusammenarbeit mit den Beteiligten und überdurchschnittlicher Einsatz der ausführenden Firma Arge Wey/Lehnen. Noch nicht ganz fertiggestellt ist der Anschluss der Europaallee an die L 141 in Höhe des Kreisels. Er soll nächste Woche beendet werden.
Extra Stichwort IRT: Etwa 60 Millionen Euro wurden bereits für die Erschließung und den Ausbau des IRT investiert. Das Land war mit bislang über 34 Millionen Euro aus EU-Töpfen und Landesmitteln mit im Boot. Die Zuweisung des Landes im Rahmen der Förderung der wirtschaftsnahen Infrastruktur wird erst gewährt, wenn der großflächige Ansiedlungsbereich zu mehr als 50 Prozent mit Unternehmen belegt ist. Mit den inzwischen 100 Unternehmen und rund 1600 Beschäftigten ist der Industriepark eines der erfolgreichsten Gewerbe- und Konversionsprojekte in Rheinland-Pfalz.
Source: Trierischer Volksfreund

